Was ist schwierig?
Beschreiben Sie eine konkrete Handlung oder Situation.
Ihre Alltagssituation
Erklären Sie, was schwierig ist, wie oft es passiert und was das Hilfsmittel verbessern soll. Sie müssen sich nicht schlechter darstellen. Sie sollten Ihre Situation aber vollständig beschreiben.
Viele Menschen sind stolz darauf, was sie trotz Krankheit oder Behinderung noch können. Das ist verständlich. Wichtig ist auch der Aufwand: Brauchen Sie länger? Müssen Sie Pausen machen? Benötigen Sie Vorbereitung, Erinnerung, Beaufsichtigung oder Hilfe an schlechten Tagen?
Vier einfache Fragen
Beschreiben Sie eine konkrete Handlung oder Situation.
Täglich, mehrmals pro Woche, nur außerhalb der Wohnung oder besonders an schlechten Tagen?
Bestehen Schmerzen, Atemnot, Sturzgefahr, Erschöpfung oder Abhängigkeit von anderen Menschen?
Welche Behandlung, Sicherheit, Selbstständigkeit oder Teilhabe soll verbessert werden?
Beispiel Inhalation
Zu kurz: „Ich brauche ein Inhalationsgerät.“
Vollständiger: „Ich muss regelmäßig inhalieren. Mein bisheriges Gerät benötigt sehr lange und ist unterwegs nicht zuverlässig nutzbar. Dadurch verschiebe ich Anwendungen oder breche sie erschöpft ab. Ich brauche eine Versorgung, mit der ich die verordnete Behandlung zuverlässig durchführen kann.“
Beispiel Gehen
Zu kurz: „Ich brauche einen Rollator.“
Vollständiger: „Nach kurzer Strecke muss ich stehen bleiben. Ich werde unsicher und brauche eine Möglichkeit zum Abstützen und Ausruhen. Ohne Unterstützung vermeide ich notwendige Wege außerhalb der Wohnung.“
Für Angehörige
Angehörige sehen häufig Schwierigkeiten, die im Gespräch vergessen oder aus Scham heruntergespielt werden. Sprechen Sie vorher gemeinsam darüber. Beschreiben Sie nur, was tatsächlich geschieht, und beziehen Sie die betroffene Person soweit wie möglich ein.